Aktuell & Anlässe

Fundamental 2016

21/06/2016

Am Montagmorgen bei strömenden Regen und Kälte brachen wir auf und fuhren in ein Waldstück auf dem Bözberg, welches wir für die nächsten 5 Tage bewohnten. Mit regenfester Kleidung trotzten wir dem schlammigen Waldboden und machten uns zunächst mit der Umgebung vertraut. Nachdem wir das Waldstück erkundet hatten, knüpfte sich jeder als Ritual und Zeckenprävention ein Hals-oder Armband, welches uns die ganze Woche begleitete. Den restlichen Tag verbrachten wir mit dem Aufbau der Infrastruktur (Küche, Latrine, Biwak, Feuerstelle, Gemeinschaftsüberdachung usw.).

Nach einem schlechten Wettereinstieg war uns der „Wettergott“ gnädig und wir hatten die restliche Woche blauen Himmel und Sonnenschein. So fiel es der Zmorge Gruppe am Dienstag nicht allzu schwer aufzustehen und bereitete uns erstklassige Pancakes zu. Wohlbemerkt, dass es draussen einiges mehr erfordert ein ordentliches Frühstück zuzubereiten als Zuhause einfach die Herdplatte anzustellen. Die Herausforderung am Morgen ist sicherlich ein anständiges Feuer zu machen, was mitunter viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Der Dienstag symbolisierte das 1. Lehrjahr und schnell wurde in der Gruppe gemeinsam herausgefunden, was es dazu vor allem braucht, nämlich Vertrauen. Bei anschliessenden Vertrauensübungen, wie zum Beispiel mit verbunden Augen durch den Wald laufen, konnten die Jugendlichen ihr Vertrauen zu sich und anderen gegenüber aufbauen. Besonders grosses Vertrauen und viel Mut benötigten die Jugendlichen am Nachmittag als es darum ging sich eine 12m hohe Felswand abzuseilen, was alle mit Bravour meisterten.  

Das zweite Lehrjahr stand ganz unter dem Motto „Durchhaltewillen“ und „Zusammenarbeit“. Wichtige Kriterien für das zweite Lehrjahr. Die erste Übung dahingehend bestand darin, einen Baumstamm über eine gewisse Distanz und nur unter bestimmten Fortbewegungsmöglichkeiten zu transportieren. Nach mehreren Anläufen und hitzigen Diskussionen, wie es denn nun am besten funktioniert, gelang es schliesslich, den Baumstamm über die Ziellinie zu transportieren. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse/Handlungsstrategien konnten sie nun beim Pizzaofen bauen unter Beweis stellen. Denn eines stand fest: Ohne Pizzaofen, kein Nachtessen. Es wurden zwei verschiedene Pizzaöfen gebaut, wobei der eine Pizzaofen mit knallartigem Lärm auseinanderfiel. Nun konnten unsere Jugendlichen beweisen, wie viel Durchhaltewillen in ihnen steckt. Am Abend gab es Pizza für alle und beim nächtlichen Lagerfeuer hörte man die begeisterten Stimmen der Jugendlichen und für viele war dies das Highlight der Woche.

Jede Ausbildung geht einmal zu Ende. Deshalb hiess es am Donnerstag, die Lehrabschlussprüfung zu bewältigen. Dazu mussten die Jugendlichen bis 14:00 Uhr für unseren Besuchstag verschiedene Prüfungen absolvieren. Prüfungsdisziplinen waren Organisation, Gruppeneinteilung, Kuchen backen, genügend Holz fürs Feuer hacken, Camp Ordnung herstellen, Führung durch das Camp vorbereiten usw. Pünktlich trafen die ersten Besucher vom Neuhof ein und fungierten zugleich als Prüfungsexperten. Prüfung bestanden. Wie jede bestandene Prüfung, feierten wie den letzten Abend mit selbstgemachten Hamburgern und liessen bei ausgelassener Stimmung den Abend ausklingen.

Ein letztes Mal mussten die Kräfte mobilisiert werden, um alles abzubauen und den Wald so zu hinterlassen, wie wir ihn vorgefunden haben. Auf dem Neuhof angekommen und in freudiger Erwartung auf eine Dusche, packten alle noch einmal mit an und halfen, das Material zu säubern und zu verstauen. Hundemüde, aber auf eine ereignisreiche Woche rückblickend, entliessen wir die Jugendlichen in ihr wohlverdientes Wochenende.

Photo Gallery