Aktuell & Anlässe

Sommerlager 2016 der WG 4 vom 02. – 08.07.2016

13/07/2016

Samstag
Nach einem herzhaften Brunch  fuhren wir  trotz heftigen Niederschlägen, in guter Stimmung und entspannt gegen Westen unserem Ziel, dem idyllischen Burgäschisee entgegen. Leider war uns das Wetter weiterhin nicht hold und so mussten wir unsere Zelte und Schutzbauten bei strömendem Regen aufstellen. Der Boden glich schon bald eher einem Sumpfgebiet als einem Lagerplatz und dementsprechend sahen unsere Kleider aus. Gegen Abend klärte dann der Himmel etwas auf und so konnten wir die selbstgemachten Spiesse trotzdem noch am offenen Feuer braten und unsere hungrigen Mägen stillen. Auf grossen Wunsch hin sahen wir uns dann noch in einem Lokal mit „public viewing“ den Fussballmatch Deutschland gegen Italien an, welcher die deutsche Nationalelf nach einem krimimässigen Elfmeterschiessen knapp gewann. Todmüde konnten wir danach in unsere Schlafsäcke kriechen und bald darauf wurden alle vom Schlaf übermannt.

Sonntag
Heute weckte uns die Sonne und bald darauf konnten wir ein herzhaftes Frühstück mit allem Drum und Dran geniessen. Mit der neu erstellen Seilbahn fuhren wir auf den Weissenstein, von wo aus wir eine Rundwanderung machten und anschliessend zu Fuss wieder nach Solothurn hinunter pilgerten. Trotz anfänglicher Skepsis der Jugendlichen machten schlussendlich alle gut mit und konnten ihre Energie kanalisieren. Am Schluss genossen wir ein erfrischendes Bad im Äschisee bevor wir unseren  Hunger mit einem auf dem Feuer zubereiteten Tomatenrisotto und einem Braten stillen konnten. Einige wollten sich unbedingt den Fussballmatch Frankreich – Island zu Gemüte führen während andere sich an den neusten Songs an der Gitarre versuchten oder die Rösti für den morgigen Frühstückstisch vorbereiteten.

Montag
Nachdem wir die Bäuche gefüllt hatten machten wir uns auf den Weg zu unserer wunderschönen Hauptstadt. Unsere kleine Exkursion per pedes führte uns zuerst zum Bärengraben, dann an unzähligen kleinen Geschäften entlang zum Glockenturm. Weiter ging es dann zum Bundeshaus, wo man sich bei den Wasserspielen etwas abkühlen konnte. Nachdem wir die Aussicht von der Terrasse genossen hatten, führte uns der Weg zurück bis zu einer Gelateria, wo alle ein herrliches Eis geniessen durften. Wieder auf unserem Campingplatz zurück, genossen wir die schöne Abkühlung im Burgäschisee. Da heute kein Fussballmatch anstand, hatten wir Musse um zu singen, jonglieren, Fussballspielen oder auch nur um etwas zu „chillen“.

Dienstag
Zuerst genossen wir ein erfrischendes Bad im See und nachher ging’s hoch hinauf zur Solar-Bobbahn in Langenbruck. Immer schneller sausten wir den Berg hinunter und stellten immer neue Rekorde auf. Bis auf einige kleine Blessuren überstanden alle die rasanten Fahrten ohne Vorkommnisse. Auf grossen Wunsch aller entspannten wir uns nachher im Schwimmbad von Herzogenbuchsee. Nicht weil uns das Baden im See nicht gefiel sondern weil wir da zum ersten Mal wieder mit Seife duschen konnten. Die für uns am nächsten gelegene Dusche war nämlich  im ca. 1,5 km entfernten Seebad zu finden und dort ist der Gebrauch aller Duschmittel und Seifen untersagt. Frisch geduscht und gut duftend kehrten wir zu unserer Lagerstätte zurück, wo nach kurzer Zeit ein weiteres Mal ein nahrhaftes Nachtessen auf dem Tisch stand. Mit diversen Spielen und musikalischen Zeitreisen liessen wir den Abend ausklingen.

Mittwoch
Da die Runde am Lagerfeuer für ein paar Jugendliche  etwas länger als gewohnt dauerte, gestaltete sich heute das Aufstehen für  einige etwas schwieriger als sonst. Trotzdem konnten wir rechtzeitig den Weg nach Gruyères unter die Räder nehmen. In der Schaukäserei lernten wir einiges über die Zubereitung des Milchproduktes und konnten dann auch noch einige Müsterchen geniessen. Der Fussweg führte uns anschliessend zum malerischen Städtchen hinauf wo wir nach einem kleinen Rundgang die Pforten zum berühmten Giger-Museum durchschritten. Konzentriert und fasziniert sogen wir die Ausstellung förmlich in uns auf. Die Bilder und Skulpturen lösten die unterschiedlichsten Gefühle aus und boten anschliessend genügend Stoff für angeregte Diskussionen. Am Abend gab es dann neben Spaghetti mit einer italienischen Sauce einmal mehr eine der von allen geliebten „Spiessli-Kreationen“. Müde vom Erlebten legten wir uns heute frühzeitig in Morpheus Arme und schliefen bald ein.

Donnerstag
Heute nutzten wir den extrem heissen Tag zum Baden in Solothurn. Die einen wagten sich in schwindelnde Höhe und sprangen vom 10 Meter Brett in die Tiefe, während andere sich in der 19 Grad C warmen (oder kalten) Aare gemütlich hinuntertreiben liessen. Am Abend waren wir dann bereit für eine Pizza in einem italienischen Gartenlokal. Danach schauten wir uns natürlich noch den Halbfinal zwischen Deutschland und Frankreich an, welchen letztere, zum Bedauern einiger, gewannen.

Freitag
Nach einem frugalen Frühstück demontierten wir unsere Bauten welche uns vor der Unbill der Natur geschützt hatte, bauten  unsere Zelte ab und beluden die Fahrzeuge. Zum letzten Mal kühlten wir uns dann im See ab, bevor wir zufrieden und voller neuer Eindrücke unsere Rückreise antraten.

Ruedi Hunziker

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