Erlebnisberichte 2019

Neuhof Beachvolleyballturnier 2019

Am Freitagnachmittag 14.06.2019 fand auf dem Neuhof das traditionelle Beachvolleyballturnier statt. Nach dem das Turnier 2018 abgesagt werden musste, hatten wir dieses Jahr mehr Glück mit dem Wetter. Bei leichter Bewölkung und Temperaturen um die 24 Grad waren die Bedingungen nahezu ideal.

Erfreulicherweise haben sich einige Teams mit teilweise äusserst kreativen Namen für das Turnier angemeldet. Die Neuhof-Betriebe stellten 2, die Wohngruppen 4 Mannschaften. Pro Team standen 5 Spieler auf dem Feld. Jedes Team musste im Direktvergleich gegeneinander antreten. Somit wurden 15 Runden à 12 Minuten gespielt und anschliessend die Mannschaft mit den meisten Punkten zum Sieger erkoren.

Während dem Turnier standen die Emotionen der Spieler und Zuschauer hoch, trotzdem gab es weder nennenswerte Zwischenfälle noch ernsthafte Verletzungen. Der sportliche Anlass wurde mit der Siegerehrung und einem gemeinsamen Nachtessen unter der Linde abgerundet. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und den reibungslosen Ablauf des Turniers.

Rangliste 2019:
1. Rang         Wohngruppe 3
2. Rang         Hanna Montana 666 (WG1)
3. Rang         All Black (Externe Wohnformen)
4. Rang         The Fantastic Four (WG4)
5. Rang         Krampfer 1 (Betriebe)
6. Rang         Krampfer 2 (Betriebe)

Devrim Balyos, Organisationsteam Beachvolleyballturnier

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Pfingstdienst 2019

Den Pfingstdienst 2019 starteten wir mit einem gemeinsamen Abendessen am Freitag. Danach gingen einige Jugendliche in den Ausgang und der Rest liess den Abend gemütlich auf den Wohngruppen ausklingen.

Am Samstagmorgen versammelten sich alle am reichlich gedeckten Frühstückstisch und genossen frisch zubereitete Omeletten. Gut gestärkt und bepackt mit dem Nötigsten machten wir uns auf den Weg zum Ägerisee im Kanton Zug. Am Campingplatz angekommen, packten alle mit an und so waren Zelte sowie Tische schnell aufgebaut. Da die Sonne lachte wurden die Schlauchbootkanadier eilig aufgeblasen und der See erobert. Während die einen das Naturerlebnis genossen, waren andere mehr von den weiblichen Gästen der Badi angetan. Als keiner mehr paddeln wollte, wurden Spaghetti Carbonara über der Flamme gekocht. Wie so oft wenn Menschen vereint Essen, wurden schnell Freundschaften mit den anderen Bewohnern des Campingplatztes geschlossen. Am Sonntag waren uns die Wettergötter nicht ganz hold, doch konnten wir mit Pavillon und Feuer die Regenmomente ausblenden und die Sonnenphasen mit Booten auf dem See geniessen. Einige Mutige trauten sich sogar ins Wasser um sich danach ausgiebig unter den warmen Duschen aufzuheizen. Das Abendessen brutzelte gemütlich über dem Grill und gab uns die Möglichkeit mit Volleyball, Boule und Kubb die Zeit zu vertreiben.

Während die einen am Montag das ausgiebige Zmorge genossen, ergatterten sich die andern lieber ein bisschen mehr Schlaf. Ob gut gesättigt oder ausgeschlafen, aufgeräumt wurde gemeinsam, so schafften wir es gerade noch rechtzeitig vor dem grossen Regen all unser Hab und Gut in den Autos sowie im Anhänger zu verstauen. Obwohl alle Spass hatten, war die Freude gross wieder auf dem Neuhof angekommen zu sein. So wie Pfingsten begann, endete es: ein Teil ging in den Ausgang, die anderen genossen das Abendessen und die Komfortzone der Wohngruppen.

Lisa Köpf, Sozialpädagogik

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Auffahrtswochenende 2019

Mittwoch, 29. Mai 2019
Zur Einstimmung wurden wir vom Teamleiter der WG2 bekocht. Es gab feine Spaghetti Bolognese mit Salat. Anschliessend wurden die Jugendlichen durch das Auffahrtsteam über das Programm der kommenden Tage informiert und es wurden die Ansprüche und Erwartungen beiderseits geklärt. Den restlichen Abend verbrachten die Jugendlichen entweder gemütlich in ihren Zimmern oder beim gemeinsamen TV schauen.

Donnerstag, 30. Mai 2019
Nicht ganz ausgeschlafen, aber gekräftigt vom feinen Brunch, waren alle Jugendlichen zum vereinbarten Zeitpunkt bereit und wir machten uns los in Richtung Baar. Die Besichtigung der Höllgrotten stand auf dem Programm. Trotz des guten Wetters mussten wir unsere Regenjacken anziehen, da die Temperatur in den Tropfsteinhöhlen nur bei rund 10 Grad C liegt. Die Stalaktiten, die Stalagmiten und die Historik dieser Höhle konnte nicht jeder gleichermassen beeindrucken. Das anschliessende Geniessen der Sonne sowie der kleine Spaziergang zurück zum Parkplatz bot allerdings Raum für gute Gespräche.

Zurück auf der Wohngruppe gab es eine feine selbstgemachte Pizza und jeder erledigte sein Ämtli.

Freitag, 31. Mai 2019
Die geplante Bootstour auf der Reuss musste leider aufgrund des Wasserstandes abgesagt werden und somit wurde kurzerhand ein neues Programm auf die Beine gestellt. Nach dem Brunch ging es los in Richtung Lenzburg. Nach einem kurzen Marsch erreichten wir den Esterliturm. In Windeseile brachten wir die 253 Treppenstufen hinter uns und konnten eine wunderschöne Aussicht auf das Bergpanorama und den Hallwilersee geniessen.

Samstag, 01. Juni 2019
Heute fuhren wir nach Sattel-Hochstuckli. Nach der Fahrt mit der weltweit ersten Drehgondelbahn erreichten wir nach wenigen Metern die Fussgängerhängebrücke «Raiffeisen Skywalk». Etwas schwankend aber beeindruckt überquerten wir die Brücke im Nu. Der geplante kurze Rundweg haben wir aufgrund des wunderschönen Sommerwetters mit einem weiteren Rundweg verbunden, so dass wir knapp zwei Stunden in zügigem Tempo unterwegs waren. Müde und mit knurrendem Magen ging es zurück auf den Neuhof, wo gemeinsam gekocht wurde.

Sonntag, 02. Juni 2019
Heute war Chillen angesagt. Der Tag wurde auf dem Neuhof verbracht und jeder konnte dem nachgehen, was ihm gerade zusagte. So wurde auch mal etwas länger geschlafen oder am Computer gespielt.

Den Abend liessen wir mit gemeinsamem Grillieren ausklingen und werteten zusammen die letzten Tage aus.

Martina Perissinotto, Sozialpädagogin HF, Wohngruppe 4

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Fundamental 20. bis 24. Mai 2019

Was hat eine Woche im Wald leben mit meiner zukünftigen Berufslehre zu tun? Diese und ähnliche Fragen stellen die Jugendlichen ziemlich schnell wenn sie auf die «Fundamental – Persönlichkeitsentwicklung im Grünen» Teilnehmerliste kommen. Zugegeben, die Antwort ist auf den ersten Blick auch nicht einfach zu verstehen. Offensichtlicher ist die Antwort auf die folgende Frage: Was haben

  • Einsatzfreude
  • Lernbereitschaft
  • Selbständigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Pünktlichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Ordnungssinn
  • Teamfähigkeit
  • Ausdauer
  • Höflichkeit und Umgang 

mit meiner zukünftigen Berufslehre zu tun?

Hier gestaltet sich die Antwort einfacher. Bei deren Umsetzung hapert es jedoch bei den meisten noch. Fundamental schafft Übungsgelegenheiten, in einem alternativen, reduzierten und stark handlungsorientierten Setting, um genau diese 10 Schlüsselkompetenzen weiter zu entwickeln.

So braucht es viel Ausdauer sich seinen eigenen Löffel aus einem Stück Holz zu schnitzen, einen Pizzaofen aus nichts als Steinen zu bauen stellt die Teamfähigkeit hart auf die Probe, eigene Unterkünfte zu bauen setzt Lernbereitschaft voraus, diese nach einer Regennacht zu verbessern entwickelt die Selbständigkeit usw.

Die ganze Woche drehte sich um diese 10 Kompetenzen, die von der Erziehungsdirektion des Kantons Bern zusammengestellt wurden und als Voraussetzung gelten, eine Berufslehre erfolgreich absolvieren zu können.

In diesem Sinne hat Fundamental also sehr wohl mit einer Berufslehre zu tun – spätestens dann, wenn man seinen Ordnungssinn überdenken muss, um seine Taschenlampe auch im Dunkeln zu finden.

Video Fundamental 2019

Dani Winter, Erlebnispädagoge
Devrim Balyos, Erlebnispädagoge
Michèle Zoller, Lehrperson

Osterwochenende 2019

Am diesjährigen Osterwochenende liess uns das Wetter alle Optionen offen.

Bereits am Karfreitag konnten wir dank milder Temperaturen mit unserem Armee-Schlauchboot auf die Reuss. Mit zwischenzeitlichen Stopps auf Sand- und Kiesbänken fuhren wir in ca. zwei Stunden von Bremgarten bis zum Camping Sulz. Zurück auf dem Neuhof liessen wir den Tag beim Grillieren und gemütlichen Beisammensein ausklingen.

Am Samstag fuhren wir zum Skills Park in Winterthur und verbrachten dort den Nachmittag. Alle hatten ihren Spass beim Ausprobieren diversen Trampolins und Sprünge sowie beim Fussballspielen, Krafttraining und vielem mehr. Müde und zufrieden kehrten wir schliesslich auf den Neuhof zurück.

Am Ostersonntag fuhren wir nach einem ausgiebigen Brunch nach Neuhausen zum Seilpark. Dort konnten die Jugendlichen entweder auf den hoch angelegten Seilaufbauten herum klettern oder zum Rheinfall spazieren. Zurück auf dem Neuhof wurden selbstgemachte Hamburger zubereitet und zum Abendessen genossen.

Den Ostermontag gestalteten wir schliesslich etwas gemächlicher. Wir fuhren nach Linn und begaben uns auf den kleinen Kulturweg. Hier trafen wir natürlich auf die berühmte Linde von Linn, den lichten Föhrenwald mit seinen wilden Orchideen und den kleinen Wasserfall beim Steinbruch. Wieder zurück auf dem Neuhof mussten noch alle Reinigungsarbeiten erledigt werden und schon war es an der Zeit, den Osterdienst aufzulösen.

Für das Osterteam, Corinne Weber

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Gruppenwochenende Wohngruppe 4 vom 15. - 17. Februar 2019

Das wundervolle Wetter bot sich für einen Ausflug in den Schnee geradezu an. Aufgrund der grossen Anzahl anwesender Jugendlicher beschlossen wir, uns in zwei Gruppen aufzuteilen.

So belud am Samstag unsere Gruppe nach einem herzhaften Brunch das Auto und wir fuhren dann Richtung Osten, den Bergen entgegen. An unserem Ziel, dem Atzmännig angekommen, schnallten wir unsere Schneeschuhe unter die Füsse und nahmen den ersten Anstieg in Angriff. Für einige der Jugendlichen war es das erste Mal, dass sie mit Schneeschuhen unterwegs waren und somit waren einige Stürze in den weichen Schnee schon fast vorprogrammiert.

Bei der Mittagsrast schmolzen wir mit dem holzbefeuerten Hobo-Ofen Schnee in einem Kessel und wärmten dann darin unsere Würstchen. Jeder garnierte dann mit den mitgebrachten Zutaten seinen Hot-Dog und genoss die eigene Kreation. Frisch gestärkt zogen wir danach unsere Spuren im tiefen Schnee und erreichten mit dem letzten Sonnenstrahl wieder unseren Ausgangspunkt. Zurück auf dem Neuhof, zauberten die Sozialpädagogen einen grossen Topf Älplermagronen auf den Tisch welche mit grossem Appetit verschlungen wurden. Müde aber zufrieden liessen wir dann den Abend ausklingen.

Am Sonntag ging die zweite Gruppe auf die Schneeschuhtour und wir nutzten das schöne Wetter um mit den Jugendlichen den Weg zum Schloss Brunegg unter die Füsse zu nehmen. Danach wanderten wir weiter auf dem schmalen Grat des Chestenbergs. Dort fanden wir auch noch Spuren einer Siedlung aus der späten Bronzezeit (um 1050 -800 v. Chr.) und staunten, dass hier oben sogar, Kühe, Schafe und Pferde gehalten wurden. Nach einem beschwerlichen Abstieg kehrten wir auf den Neuhof zurück und die Jugendlichen konnten sich von den Strapazen erholen.

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Gruppenwochenende Wohngruppe 3 vom 11. - 13. Januar 2019

Für einen gemeinsamen und fokussierten Start ins neue Jahr begaben wir uns mit einer Gruppe von 5 Jugendlichen in ein Wochenende im Schnee. Nach ca. 2 h Fahrt in die Region Gantrisch BE haben wir uns die Schneeschuhe angeschnallt und unsere Rucksäcke gefasst und sind noch ca. 3 km zum Gruppenhaus gewandert. Die Handhabung der Schneeschuhe fiel einigen noch etwas schwer und so mussten wir oft Halt machen, um sie wieder neu anzuschnallen. Dort angekommen musste der Ofen eingeheizt werden um sich erst einmal aufzuwärmen. Die erste Nacht war noch sehr kalt, dafür gab es einen ausgiebigen Brunch am nächsten Morgen.

Danach fassten wir erneut die Schneeschuhe – diesmal klappte das schon viel besser – und erkundeten die schneebedeckte Umgebung, mitten durch den Wald und 30 cm unberührten Schnee. Auf der Wanderung wurden die widrigen Umstände und beschwerlichen Wege mit dem Leben im Allgemeinen, mit den individuellen Zielen auf dem Neuhof im Speziellen in Verbindung gesetzt. Die Einstellung ist der Schlüssel. Sehen wir die schneebedeckten Tannen und den glitzernden Neuschnee, feiern wir die erzielten Erfolge und die überwundenen Hindernisse oder beschweren wir uns über den Weg, der vor uns liegt und ärgern uns, weil es anstrengend ist bzw. war? Wie kommen wir besser vorwärts, wie können wir einander helfen? So haben einzelne bemerkt, dass es einfacher ist, im Windschatten und den Spuren des anderen zu gehen, andere wollten lieber ihren eigenen Weg in den Schnee treten, nehmen den zusätzlichen Kraftaufwand dafür in Kauf. Man hilft sich, die Schneeschuhe fest zu schnüren, hält sich die Stöcke und den Rucksack, wenn man freie Hände braucht. Das alles wollen wir mit in den Alltag nehmen.

Unsere Wanderung konnten wir mit heissem Tee und einer Schneeballschlacht beenden. Neben einem guten Essen gab es auch Gesellschaftsspiele und gute Unterhaltungen am Abend.

Am Sonntagmorgen packten alle an beim Hütte putzen und wir nahmen wiederum den Weg zum Auto in Angriff. Auf dem Rückweg waren alle viel schneller, trotz Schneewehe. Ob das an der Motivation lag, wieder in die «Zivilisation» zurückzukehren oder an der Übung, die bis dahin alle hatten, bleibt ein Geheimnis.