Erlebnisberichte 2019

Sommerlager der WG 4 vom 13. - 19. Juli 2019

Samstag
Zum Glück hatten wir am Freitagabend schon das gesamte Lagermaterial in den Anhänger geladen, so dass wir am Samstagmorgen nach einem herzhaften Brunch den Weg an den malerischen und wilden Lac de Joux unter die Räder nehmen konnten. Wir  kamen trotz Ferienverkehr gut voran und konnten deshalb am frühen Nachmittag bereits unsere Zelte aufschlagen. Da alle mit anpackten war bald danach auch alles Material versorgt und die Pavillons und Tische aufgestellt. So blieb uns noch etwas Zeit um die nähere Umgebung zu erkunden bevor wir Feuer machten und auf dem Gaskocher ein feines Nachtessen zubereiteten. Den Abend liessen wir dann am Feuer ausklingen bevor sich alle in ihre Zelte zurückzogen um in Morpheus Arme zu fallen.

Sonntag
Nach einer kalten Nacht und einer noch kälteren Dusche, was nicht jedermanns Sache war, genossen wir das opulente Frühstück, welches uns wieder genügend Energie für den kommenden Tag gab. Die Sonne zeigte sich zum Glück von ihrer freundlichen Seite und es blieb uns genug Musse um unsere Infrastruktur zu optimieren, den See mit dem Stand Up Paddle zu erobern, zu schwimmen, Fussball oder Volleyball zu spielen oder sich anderweitig zu beschäftigen. Langweilig wurde uns nie, da es auf unserem rudimentär ausgestatteten Lagerplatz viel zu tun gab damit wir uns wohl fühlen konnten. Da musste Wasser zum Kochen hergeschleppt, das Feuer unterhalten oder mit unserem kleinen Hightech-Hobokocher das Handy geladen werden.

Montag
Heute war Action pur angesagt. Auf einer wunderschön gelegenen Anhöhe bei Bougy, mit Blick auf den Genfersee, konnten wir unsere Kletterkünste testen. Nach einer gründlichen Einführung wurden die Klettergurte montiert und der erste Parcours absolviert. Von der eher leichten (blauen)  bis zur schwarzen Profiroute war alles vorhanden. Manch einer kam dabei in luftiger Höhe an seine Grenze, doch niemand gab auf und alle kämpften sich bis zum Schluss von Baum zu Baum. Eine tolle, bereichernde Erfahrung für alle! Die am Abend über dem offenen Feuer gegrillten Steaks und Kartoffeln mundeten danach umso besser.

Dienstag
Nach den gestrigen Strapazen wollten wir es heute etwas ruhiger nehmen. Doch zum Faulenzen kam niemand da viele Angebote auf uns warteten. Einige entfalteten ihr künstlerisches Talent und sägten und schliffen aus Speckstein wahre, kleine Schmuckstücke während andere noch genug Power hatten um auf dem SUP zu balancieren, Feuerholz zu hacken oder Fussball zu spielen. Andere versuchten sich im Schachspiel oder liessen einfach mal die Seele baumeln. Nach dem Nachtessen war wieder das Feuer unser Mittelpunkt an dem wir uns wärmen konnten, da eine kalte Brise die Luft merklich abkühlen liess.

Mittwoch
Heute lockte uns der Dent de Vaulion, der gut sichtbar, majestätisch oberhalb Le Pont thront. Vom malerischen Dörfchen Le Pont aus erklommen wir bei grosser Hitze das 1‘483 m hohe Wahrzeichen der Region. Der Bergrücken zeigt eine stark asymmetrische Topographie: Im Norden fällt er mit bis zu 200 m hohen Felswänden steil ab, während die Hänge gegen Süden eine geringere Neigung aufweisen. Von da her kommt auch der Name: Dent = Zahn. Mit grossem Elan stieg die Gruppe auf, worauf wir von oben eine grandiose Aussicht geniessen konnten. Nicht weniger als 5 Seen waren zu sehen! Zurück auf dem Campingplatz konnten wir uns ins kühlende Nass des Lac de Joux stürzen und unsere Muskeln entspannen.

Donnerstag
Heute blieben wir alle etwas länger in unseren kuschligen Schlafsäcken liegen. Das leckere Frühstück lockte dann jedoch noch die Letzten aus ihrer Behausung. Frisch gestärkt begaben wir uns dann zur nahe gelegenen Bootsanlegestelle wo eine neue Herausforderung auf uns wartete: Wakeboarden oder Wasserskifahren war angesagt. Manch einer hatte einen grossen Respekt vor diesem Abenteuer: Komme ich überhaupt aus dem Wasser heraus, wie schaffe ich eine Kurve und halte den Wellen stand? Dank professioneller Begleitung durch die Crew des Anbieters schafften es dann alle sich auf den wackeligen Brettern zu halten und mehr oder weniger kapriziös über das Wasser zu gleiten. Müde und zufrieden kehrten wir dann zu unserer Lagerstätte zurück wo wir bald darauf auf dem Holzgrill köstliche Spiesse brieten und unsern grossen Hunger stillen konnten.

Freitag
Heute standen wir zeitig auf um unsere temporären Bauten abzubrechen und alles säuberlich im Bus und Anhänger zu verstauen. Nach einem kräftigen Frühstück nahmen wir dann dir Rückreise unter die Räder. Am frühen Nachmittag erreichten wir den Neuhof und hatten somit genügend Zeit um alles Material wieder fachgerecht zu verstauen und die Jugendlichen in die Ferien zu verabschieden.

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Sommerlager der WG 3 vom 6. - 12. Juli 2019

Das Sommerlager vom 06.-12.07.19 verbrachte die Wohngruppe 3 in Habkern im schönen Berner Oberland. Das Lagerhaus ist ein altes Holzchalet, das schön renoviert wurde und daher ausser einer Abwaschmaschine viel Komfort und eine wunderschöne Aussicht auf die Bergkulisse zu bieten hat.

Am Samstag fuhren wir nach einem ausgiebigen Brunch los und wurden schon in Bern von massiven Gewittern begrüsst. Der Sturm liess aber nach und so konnten wir sogar im Trockenen das Haus beziehen und draussen Znacht essen.

Am Sonntag war das Wetter immer noch durchzogen, wir wagten jedoch vor dem nächsten Regen einen Sprung in den Thunersee. Die Jugendlichen zeigten da einiges mehr Mut als die SozialpädagogInnen und hielten sich vom kalten Wasser kaum ab. Als das Wasser aber dann vom Himmel herkam, liess der Mut schnell nach. Zurück beim Haus konnten sie sich nach kurzem Aufwärmen für Gesellschaftsspiele begeistern lassen. 

Am Montag wurde ein Jugendlicher dafür gewonnen, den Berg zu erklimmen, welchen wir immer wieder vom Haus her betrachteten. So schaffte er den Aufstieg auf den Suggiture auf 2085m und trotzte Wind und Regen. Die restliche Gruppe entschied sich für die etwas einfachere und doch genau so schöne Wanderung durchs Hochmoor. Auch sie trotzten dem Regen und schafften es sogar, ein Feuer für die Cervelats zu entfachen.

Am Dienstag zeigte sich dann die Sonne und nach einer etwas längeren Fahrt nach Guggisberg wurden die Wasserschuhe montiert. Wir machten eine Flussbettbegehung zu einem schönen, wenn auch sehr kalten Wasserfall. Dieses Mal brauchte es für alle Überwindung unter den Wasserfall zu stehen und runter zu rutschen. Um sich aufzuwärmen wurde grilliert, Marshmallows genascht, eine grosse Staumauer gebaut und Tarzan gespielt.

Am Mittwoch packten wir unsere Schlauchkanadier aus und liessen uns auf der Aare von Thun nach Bern treiben. Trotz dem sonnigen Wetter hielt der eher kühle Wind die meisten davon ab ins Wasser zu gehen, jedoch schaffte er es nicht, uns die gute Laune zu nehmen und die Sonne zu geniessen.

Das schöne Wetter verliess uns am vorletzten Tag wieder und auf Wunsch der Jugendlichen gingen wir ins Hallenbad in Interlaken, wo sie uns ihre Sprungkünste vorführen konnten. Wie bereits an den letzten Abenden, spielten wir auch an diesem Abend nochmals ausgiebig Gesellschaftsspiele und tanzten um das Lagerfeuer.

Am Freitag wurde nochmals gemütlich gefrühstückt bevor alles zusammengepackt und geputzt wurde. Gesund und munter, aber auch müde kehrten wir auf den Neuhof zurück.

Stephi 

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Interessenwochenende «Wasser» vom 28. – 30. Juni 2019

Das diesjährige Interessenwochenende Wasser kam gerade gelegen. Denn in der Hitze zog es uns alle an und ins Wasser. Zum Glück führten die Flüsse noch genügend Wasser und so konnten wir mit den Kajaks auf die Thur. Am Freitag fuhren wir mit fünf Jugendlichen nach dem Nachtessen auf den Campingplatz Gütighausen und schlugen unser Lager für das Wochenende auf. Tagsüber wollte wegen der grossen Hitze niemand ein Zelt aufstellen. Vier Jugendliche erfreuten sich am Waldrand, wo sie ihre Hängematten aufhängen konnten. Die SozialpädagogInnen und ein Jugendlicher schliefen auf Blachen unter dem Sternenhimmel.

Am Samstag stellten wir die Kajaks ein und unternahmen noch am Morgen die ersten Paddelversuche. Dazu gehörten auch Kenterübungen, sodass jeder Jugendliche mindestens zwei Mal unfreiwillig aus dem Kajak gestiegen ist. Nach einer Siesta im Schatten fuhren wir bereits von Gütighausen bis nach Hausen. Den Erfolg des Tages feierten wir mit einer Grillparty und einem gemütlichen Abend am Feuer mit Marshmallows.

Am Sonntag war eine längere Tour bis zur Thurbrücke in Flaach geplant. Da es am Morgen jedoch nicht alle aus den Federn schafften, kürzten wir die Kajaktour ab und versetzten die Autos nach Andelfingen. Viel Zeit in den Kajaks verbrachten wir jedoch nicht, sondern erfrischten uns immer wieder im Wasser, um der Hitze zu entgehen. Also…ehrlich gesagt, wurde aus der Erfrischung eher ein Battle, wer es schafft die anderen aus dem Kajak zu kippen ohne selber dabei ins Wasser zu fallen. Müde und hungrig kehrten wir auf den Neuhof zurück.

Stephi, Dirk und Caro   

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Neuhof Beachvolleyballturnier 2019

Am Freitagnachmittag 14.06.2019 fand auf dem Neuhof das traditionelle Beachvolleyballturnier statt. Nach dem das Turnier 2018 abgesagt werden musste, hatten wir dieses Jahr mehr Glück mit dem Wetter. Bei leichter Bewölkung und Temperaturen um die 24 Grad waren die Bedingungen nahezu ideal.

Erfreulicherweise haben sich einige Teams mit teilweise äusserst kreativen Namen für das Turnier angemeldet. Die Neuhof-Betriebe stellten 2, die Wohngruppen 4 Mannschaften. Pro Team standen 5 Spieler auf dem Feld. Jedes Team musste im Direktvergleich gegeneinander antreten. Somit wurden 15 Runden à 12 Minuten gespielt und anschliessend die Mannschaft mit den meisten Punkten zum Sieger erkoren.

Während dem Turnier standen die Emotionen der Spieler und Zuschauer hoch, trotzdem gab es weder nennenswerte Zwischenfälle noch ernsthafte Verletzungen. Der sportliche Anlass wurde mit der Siegerehrung und einem gemeinsamen Nachtessen unter der Linde abgerundet. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und den reibungslosen Ablauf des Turniers.

Rangliste 2019:
1. Rang         Wohngruppe 3
2. Rang         Hanna Montana 666 (WG1)
3. Rang         All Black (Externe Wohnformen)
4. Rang         The Fantastic Four (WG4)
5. Rang         Krampfer 1 (Betriebe)
6. Rang         Krampfer 2 (Betriebe)

Devrim Balyos, Organisationsteam Beachvolleyballturnier

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Pfingstdienst 2019

Den Pfingstdienst 2019 starteten wir mit einem gemeinsamen Abendessen am Freitag. Danach gingen einige Jugendliche in den Ausgang und der Rest liess den Abend gemütlich auf den Wohngruppen ausklingen.

Am Samstagmorgen versammelten sich alle am reichlich gedeckten Frühstückstisch und genossen frisch zubereitete Omeletten. Gut gestärkt und bepackt mit dem Nötigsten machten wir uns auf den Weg zum Ägerisee im Kanton Zug. Am Campingplatz angekommen, packten alle mit an und so waren Zelte sowie Tische schnell aufgebaut. Da die Sonne lachte wurden die Schlauchbootkanadier eilig aufgeblasen und der See erobert. Während die einen das Naturerlebnis genossen, waren andere mehr von den weiblichen Gästen der Badi angetan. Als keiner mehr paddeln wollte, wurden Spaghetti Carbonara über der Flamme gekocht. Wie so oft wenn Menschen vereint Essen, wurden schnell Freundschaften mit den anderen Bewohnern des Campingplatztes geschlossen. Am Sonntag waren uns die Wettergötter nicht ganz hold, doch konnten wir mit Pavillon und Feuer die Regenmomente ausblenden und die Sonnenphasen mit Booten auf dem See geniessen. Einige Mutige trauten sich sogar ins Wasser um sich danach ausgiebig unter den warmen Duschen aufzuheizen. Das Abendessen brutzelte gemütlich über dem Grill und gab uns die Möglichkeit mit Volleyball, Boule und Kubb die Zeit zu vertreiben.

Während die einen am Montag das ausgiebige Zmorge genossen, ergatterten sich die andern lieber ein bisschen mehr Schlaf. Ob gut gesättigt oder ausgeschlafen, aufgeräumt wurde gemeinsam, so schafften wir es gerade noch rechtzeitig vor dem grossen Regen all unser Hab und Gut in den Autos sowie im Anhänger zu verstauen. Obwohl alle Spass hatten, war die Freude gross wieder auf dem Neuhof angekommen zu sein. So wie Pfingsten begann, endete es: ein Teil ging in den Ausgang, die anderen genossen das Abendessen und die Komfortzone der Wohngruppen.

Lisa Köpf, Sozialpädagogik

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Auffahrtswochenende 2019

Mittwoch, 29. Mai 2019
Zur Einstimmung wurden wir vom Teamleiter der WG2 bekocht. Es gab feine Spaghetti Bolognese mit Salat. Anschliessend wurden die Jugendlichen durch das Auffahrtsteam über das Programm der kommenden Tage informiert und es wurden die Ansprüche und Erwartungen beiderseits geklärt. Den restlichen Abend verbrachten die Jugendlichen entweder gemütlich in ihren Zimmern oder beim gemeinsamen TV schauen.

Donnerstag, 30. Mai 2019
Nicht ganz ausgeschlafen, aber gekräftigt vom feinen Brunch, waren alle Jugendlichen zum vereinbarten Zeitpunkt bereit und wir machten uns los in Richtung Baar. Die Besichtigung der Höllgrotten stand auf dem Programm. Trotz des guten Wetters mussten wir unsere Regenjacken anziehen, da die Temperatur in den Tropfsteinhöhlen nur bei rund 10 Grad C liegt. Die Stalaktiten, die Stalagmiten und die Historik dieser Höhle konnte nicht jeder gleichermassen beeindrucken. Das anschliessende Geniessen der Sonne sowie der kleine Spaziergang zurück zum Parkplatz bot allerdings Raum für gute Gespräche.

Zurück auf der Wohngruppe gab es eine feine selbstgemachte Pizza und jeder erledigte sein Ämtli.

Freitag, 31. Mai 2019
Die geplante Bootstour auf der Reuss musste leider aufgrund des Wasserstandes abgesagt werden und somit wurde kurzerhand ein neues Programm auf die Beine gestellt. Nach dem Brunch ging es los in Richtung Lenzburg. Nach einem kurzen Marsch erreichten wir den Esterliturm. In Windeseile brachten wir die 253 Treppenstufen hinter uns und konnten eine wunderschöne Aussicht auf das Bergpanorama und den Hallwilersee geniessen.

Samstag, 01. Juni 2019
Heute fuhren wir nach Sattel-Hochstuckli. Nach der Fahrt mit der weltweit ersten Drehgondelbahn erreichten wir nach wenigen Metern die Fussgängerhängebrücke «Raiffeisen Skywalk». Etwas schwankend aber beeindruckt überquerten wir die Brücke im Nu. Der geplante kurze Rundweg haben wir aufgrund des wunderschönen Sommerwetters mit einem weiteren Rundweg verbunden, so dass wir knapp zwei Stunden in zügigem Tempo unterwegs waren. Müde und mit knurrendem Magen ging es zurück auf den Neuhof, wo gemeinsam gekocht wurde.

Sonntag, 02. Juni 2019
Heute war Chillen angesagt. Der Tag wurde auf dem Neuhof verbracht und jeder konnte dem nachgehen, was ihm gerade zusagte. So wurde auch mal etwas länger geschlafen oder am Computer gespielt.

Den Abend liessen wir mit gemeinsamem Grillieren ausklingen und werteten zusammen die letzten Tage aus.

Martina Perissinotto, Sozialpädagogin HF, Wohngruppe 4

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Fundamental 20. bis 24. Mai 2019

Was hat eine Woche im Wald leben mit meiner zukünftigen Berufslehre zu tun? Diese und ähnliche Fragen stellen die Jugendlichen ziemlich schnell wenn sie auf die «Fundamental – Persönlichkeitsentwicklung im Grünen» Teilnehmerliste kommen. Zugegeben, die Antwort ist auf den ersten Blick auch nicht einfach zu verstehen. Offensichtlicher ist die Antwort auf die folgende Frage: Was haben

  • Einsatzfreude
  • Lernbereitschaft
  • Selbständigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Pünktlichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Ordnungssinn
  • Teamfähigkeit
  • Ausdauer
  • Höflichkeit und Umgang 

mit meiner zukünftigen Berufslehre zu tun?

Hier gestaltet sich die Antwort einfacher. Bei deren Umsetzung hapert es jedoch bei den meisten noch. Fundamental schafft Übungsgelegenheiten, in einem alternativen, reduzierten und stark handlungsorientierten Setting, um genau diese 10 Schlüsselkompetenzen weiter zu entwickeln.

So braucht es viel Ausdauer sich seinen eigenen Löffel aus einem Stück Holz zu schnitzen, einen Pizzaofen aus nichts als Steinen zu bauen stellt die Teamfähigkeit hart auf die Probe, eigene Unterkünfte zu bauen setzt Lernbereitschaft voraus, diese nach einer Regennacht zu verbessern entwickelt die Selbständigkeit usw.

Die ganze Woche drehte sich um diese 10 Kompetenzen, die von der Erziehungsdirektion des Kantons Bern zusammengestellt wurden und als Voraussetzung gelten, eine Berufslehre erfolgreich absolvieren zu können.

In diesem Sinne hat Fundamental also sehr wohl mit einer Berufslehre zu tun – spätestens dann, wenn man seinen Ordnungssinn überdenken muss, um seine Taschenlampe auch im Dunkeln zu finden.

Video Fundamental 2019

Dani Winter, Erlebnispädagoge
Devrim Balyos, Erlebnispädagoge
Michèle Zoller, Lehrperson

Osterwochenende 2019

Am diesjährigen Osterwochenende liess uns das Wetter alle Optionen offen.

Bereits am Karfreitag konnten wir dank milder Temperaturen mit unserem Armee-Schlauchboot auf die Reuss. Mit zwischenzeitlichen Stopps auf Sand- und Kiesbänken fuhren wir in ca. zwei Stunden von Bremgarten bis zum Camping Sulz. Zurück auf dem Neuhof liessen wir den Tag beim Grillieren und gemütlichen Beisammensein ausklingen.

Am Samstag fuhren wir zum Skills Park in Winterthur und verbrachten dort den Nachmittag. Alle hatten ihren Spass beim Ausprobieren diversen Trampolins und Sprünge sowie beim Fussballspielen, Krafttraining und vielem mehr. Müde und zufrieden kehrten wir schliesslich auf den Neuhof zurück.

Am Ostersonntag fuhren wir nach einem ausgiebigen Brunch nach Neuhausen zum Seilpark. Dort konnten die Jugendlichen entweder auf den hoch angelegten Seilaufbauten herum klettern oder zum Rheinfall spazieren. Zurück auf dem Neuhof wurden selbstgemachte Hamburger zubereitet und zum Abendessen genossen.

Den Ostermontag gestalteten wir schliesslich etwas gemächlicher. Wir fuhren nach Linn und begaben uns auf den kleinen Kulturweg. Hier trafen wir natürlich auf die berühmte Linde von Linn, den lichten Föhrenwald mit seinen wilden Orchideen und den kleinen Wasserfall beim Steinbruch. Wieder zurück auf dem Neuhof mussten noch alle Reinigungsarbeiten erledigt werden und schon war es an der Zeit, den Osterdienst aufzulösen.

Für das Osterteam, Corinne Weber

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Gruppenwochenende Wohngruppe 4 vom 15. - 17. Februar 2019

Das wundervolle Wetter bot sich für einen Ausflug in den Schnee geradezu an. Aufgrund der grossen Anzahl anwesender Jugendlicher beschlossen wir, uns in zwei Gruppen aufzuteilen.

So belud am Samstag unsere Gruppe nach einem herzhaften Brunch das Auto und wir fuhren dann Richtung Osten, den Bergen entgegen. An unserem Ziel, dem Atzmännig angekommen, schnallten wir unsere Schneeschuhe unter die Füsse und nahmen den ersten Anstieg in Angriff. Für einige der Jugendlichen war es das erste Mal, dass sie mit Schneeschuhen unterwegs waren und somit waren einige Stürze in den weichen Schnee schon fast vorprogrammiert.

Bei der Mittagsrast schmolzen wir mit dem holzbefeuerten Hobo-Ofen Schnee in einem Kessel und wärmten dann darin unsere Würstchen. Jeder garnierte dann mit den mitgebrachten Zutaten seinen Hot-Dog und genoss die eigene Kreation. Frisch gestärkt zogen wir danach unsere Spuren im tiefen Schnee und erreichten mit dem letzten Sonnenstrahl wieder unseren Ausgangspunkt. Zurück auf dem Neuhof, zauberten die Sozialpädagogen einen grossen Topf Älplermagronen auf den Tisch welche mit grossem Appetit verschlungen wurden. Müde aber zufrieden liessen wir dann den Abend ausklingen.

Am Sonntag ging die zweite Gruppe auf die Schneeschuhtour und wir nutzten das schöne Wetter um mit den Jugendlichen den Weg zum Schloss Brunegg unter die Füsse zu nehmen. Danach wanderten wir weiter auf dem schmalen Grat des Chestenbergs. Dort fanden wir auch noch Spuren einer Siedlung aus der späten Bronzezeit (um 1050 -800 v. Chr.) und staunten, dass hier oben sogar, Kühe, Schafe und Pferde gehalten wurden. Nach einem beschwerlichen Abstieg kehrten wir auf den Neuhof zurück und die Jugendlichen konnten sich von den Strapazen erholen.

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Gruppenwochenende Wohngruppe 3 vom 11. - 13. Januar 2019

Für einen gemeinsamen und fokussierten Start ins neue Jahr begaben wir uns mit einer Gruppe von 5 Jugendlichen in ein Wochenende im Schnee. Nach ca. 2 h Fahrt in die Region Gantrisch BE haben wir uns die Schneeschuhe angeschnallt und unsere Rucksäcke gefasst und sind noch ca. 3 km zum Gruppenhaus gewandert. Die Handhabung der Schneeschuhe fiel einigen noch etwas schwer und so mussten wir oft Halt machen, um sie wieder neu anzuschnallen. Dort angekommen musste der Ofen eingeheizt werden um sich erst einmal aufzuwärmen. Die erste Nacht war noch sehr kalt, dafür gab es einen ausgiebigen Brunch am nächsten Morgen.

Danach fassten wir erneut die Schneeschuhe – diesmal klappte das schon viel besser – und erkundeten die schneebedeckte Umgebung, mitten durch den Wald und 30 cm unberührten Schnee. Auf der Wanderung wurden die widrigen Umstände und beschwerlichen Wege mit dem Leben im Allgemeinen, mit den individuellen Zielen auf dem Neuhof im Speziellen in Verbindung gesetzt. Die Einstellung ist der Schlüssel. Sehen wir die schneebedeckten Tannen und den glitzernden Neuschnee, feiern wir die erzielten Erfolge und die überwundenen Hindernisse oder beschweren wir uns über den Weg, der vor uns liegt und ärgern uns, weil es anstrengend ist bzw. war? Wie kommen wir besser vorwärts, wie können wir einander helfen? So haben einzelne bemerkt, dass es einfacher ist, im Windschatten und den Spuren des anderen zu gehen, andere wollten lieber ihren eigenen Weg in den Schnee treten, nehmen den zusätzlichen Kraftaufwand dafür in Kauf. Man hilft sich, die Schneeschuhe fest zu schnüren, hält sich die Stöcke und den Rucksack, wenn man freie Hände braucht. Das alles wollen wir mit in den Alltag nehmen.

Unsere Wanderung konnten wir mit heissem Tee und einer Schneeballschlacht beenden. Neben einem guten Essen gab es auch Gesellschaftsspiele und gute Unterhaltungen am Abend.

Am Sonntagmorgen packten alle an beim Hütte putzen und wir nahmen wiederum den Weg zum Auto in Angriff. Auf dem Rückweg waren alle viel schneller, trotz Schneewehe. Ob das an der Motivation lag, wieder in die «Zivilisation» zurückzukehren oder an der Übung, die bis dahin alle hatten, bleibt ein Geheimnis.