Erlebnisberichte 2019

Gruppenwochenende Wohngruppe 4 vom 15. - 17. Februar 2019

Das wundervolle Wetter bot sich für einen Ausflug in den Schnee geradezu an. Aufgrund der grossen Anzahl anwesender Jugendlicher beschlossen wir, uns in zwei Gruppen aufzuteilen.

So belud am Samstag unsere Gruppe nach einem herzhaften Brunch das Auto und wir fuhren dann Richtung Osten, den Bergen entgegen. An unserem Ziel, dem Atzmännig angekommen, schnallten wir unsere Schneeschuhe unter die Füsse und nahmen den ersten Anstieg in Angriff. Für einige der Jugendlichen war es das erste Mal, dass sie mit Schneeschuhen unterwegs waren und somit waren einige Stürze in den weichen Schnee schon fast vorprogrammiert.

Bei der Mittagsrast schmolzen wir mit dem holzbefeuerten Hobo-Ofen Schnee in einem Kessel und wärmten dann darin unsere Würstchen. Jeder garnierte dann mit den mitgebrachten Zutaten seinen Hot-Dog und genoss die eigene Kreation. Frisch gestärkt zogen wir danach unsere Spuren im tiefen Schnee und erreichten mit dem letzten Sonnenstrahl wieder unseren Ausgangspunkt. Zurück auf dem Neuhof, zauberten die Sozialpädagogen einen grossen Topf Älplermagronen auf den Tisch welche mit grossem Appetit verschlungen wurden. Müde aber zufrieden liessen wir dann den Abend ausklingen.

Am Sonntag ging die zweite Gruppe auf die Schneeschuhtour und wir nutzten das schöne Wetter um mit den Jugendlichen den Weg zum Schloss Brunegg unter die Füsse zu nehmen. Danach wanderten wir weiter auf dem schmalen Grat des Chestenbergs. Dort fanden wir auch noch Spuren einer Siedlung aus der späten Bronzezeit (um 1050 -800 v. Chr.) und staunten, dass hier oben sogar, Kühe, Schafe und Pferde gehalten wurden. Nach einem beschwerlichen Abstieg kehrten wir auf den Neuhof zurück und die Jugendlichen konnten sich von den Strapazen erholen.

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Gruppenwochenende Wohngruppe 3 vom 11. - 13. Januar 2019

Für einen gemeinsamen und fokussierten Start ins neue Jahr begaben wir uns mit einer Gruppe von 5 Jugendlichen in ein Wochenende im Schnee. Nach ca. 2 h Fahrt in die Region Gantrisch BE haben wir uns die Schneeschuhe angeschnallt und unsere Rucksäcke gefasst und sind noch ca. 3 km zum Gruppenhaus gewandert. Die Handhabung der Schneeschuhe fiel einigen noch etwas schwer und so mussten wir oft Halt machen, um sie wieder neu anzuschnallen. Dort angekommen musste der Ofen eingeheizt werden um sich erst einmal aufzuwärmen. Die erste Nacht war noch sehr kalt, dafür gab es einen ausgiebigen Brunch am nächsten Morgen.

Danach fassten wir erneut die Schneeschuhe – diesmal klappte das schon viel besser – und erkundeten die schneebedeckte Umgebung, mitten durch den Wald und 30 cm unberührten Schnee. Auf der Wanderung wurden die widrigen Umstände und beschwerlichen Wege mit dem Leben im Allgemeinen, mit den individuellen Zielen auf dem Neuhof im Speziellen in Verbindung gesetzt. Die Einstellung ist der Schlüssel. Sehen wir die schneebedeckten Tannen und den glitzernden Neuschnee, feiern wir die erzielten Erfolge und die überwundenen Hindernisse oder beschweren wir uns über den Weg, der vor uns liegt und ärgern uns, weil es anstrengend ist bzw. war? Wie kommen wir besser vorwärts, wie können wir einander helfen? So haben einzelne bemerkt, dass es einfacher ist, im Windschatten und den Spuren des anderen zu gehen, andere wollten lieber ihren eigenen Weg in den Schnee treten, nehmen den zusätzlichen Kraftaufwand dafür in Kauf. Man hilft sich, die Schneeschuhe fest zu schnüren, hält sich die Stöcke und den Rucksack, wenn man freie Hände braucht. Das alles wollen wir mit in den Alltag nehmen.

Unsere Wanderung konnten wir mit heissem Tee und einer Schneeballschlacht beenden. Neben einem guten Essen gab es auch Gesellschaftsspiele und gute Unterhaltungen am Abend.

Am Sonntagmorgen packten alle an beim Hütte putzen und wir nahmen wiederum den Weg zum Auto in Angriff. Auf dem Rückweg waren alle viel schneller, trotz Schneewehe. Ob das an der Motivation lag, wieder in die «Zivilisation» zurückzukehren oder an der Übung, die bis dahin alle hatten, bleibt ein Geheimnis.

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