Interessenwochenende “Bachtrekking” im August 2021

Das Bachbett – ein Lebenslauf aus Steinen, Schwemmholz, Tümpeln, Stufen, Stromschnellen und Sandbänken inklusive Tiefen und Untiefen. Was im ersten Moment etwas abstrakt erscheint, stellt sich mit etwas genauerem Hinschauen als ziemlich passend heraus.

Diese Erkenntnis hatten zumindest die Jugendlichen, mit denen wir zwei Tage in der Ranzach und dem Goldingerbach im Kanton St. Gallen unterwegs waren. So wurde aus einer Verblockung im Bachbett schnell eine Anekdote aus dem eigenen Leben oder die Überquerung von einem Schwemmholzhaufen mit einer anstehenden Herausforderung im eigenen Alltag in Verbindung gebracht.

Neben den vielen Metaphern, die die beiden Bäche zu bieten hatten, boten sie auch ein wunderschönes Naturspektakel, das es zu bestaunen und bewundern gab. Das Wetter spielte ausnahmsweise mal mit und so genossen wir Sonnenschein und Pegelstände, die es erst erlaubten, ein Bachtrekking überhaupt durchzuführen.

Neben vielen schönen Sachen blieb das erste Stück der Ranzach, verborgen hinter einem zweistufigen Wasserfall und einem sehr schwierigem Zugang, besonders in Erinnerung: Eingeengt zwischen glatten, hohen, unüberwindbaren Felswänden schlängelte sich die Ranzach in einem schmalen, verblockten, schwer zugänglichen zwei Meter breiten Bachbett. Eine ziemlich gute Erklärung für jemanden, der fragt, wie es ist, in einem Berufsbildungsheim zu sein…Ein steiniger, schwieriger Weg in einem vorgegebenen Rahmen mit einem Ziel vor Augen – aber bezwingbar.

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